Wirtschaft Slowakei
Aktuelle Entwicklung
Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise hat der erfolgreichen Entwicklung der slowakischen
Wirtschaft einen schmerzhaften Rückschlag versetzt. Infolge der stark gedrosselten Produktion in den
Exportunternehmen sowie der generell gesunkenen Nachfrage nach slowakischen Waren schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2009 gegenüber 2008 um 4,7%. Das Minus ist hauptsächlich dem
Produktionseinbruch in der Kfz-Industrie, im Maschinenbau und in der Elektroindustrie geschuldet. Diese Sektoren stehen für gut die Hälfte der Gesamtexporte der Slowakei.
Im Vergleich mit westlichen Industrienationen hat das Land gute Chancen, wieder schnell auf die Konjunkturlokomotive aufspringen. Im ersten Quartal stieg das BIP um real 4,8%.
Bericht zur aktuellen Wirtschaftslage
Inhalt:
- Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts
- Investitionen
- Konsum
- Außenhandel
Quelle: gtai, Wirtschaftstrends kompakt, Juni 2010
Wirtschaftsrückblick
Bericht: Die slowakische Wirtschaft im Aufschwung
Inhalt:
- Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes
- Entwicklung des Arbeitsmarktes
- Außenhandel
- Ausländische Direktinvestitionen
- DSIHK-Konjunkturumfrage
Quelle: Jahresbericht der DSIHK, Juni 2008
Löhne und Gehälter
Durchschnittslohn: 745 Euro (2009)
Mindestlohn: 306 Euro (ab 1.1.2010)
Lohnnebenkosten: 48,60% des Bruttolohns
(davon Arbeitgeberanteil: 35,20%)
Standortfaktoren
Pluspunkte des Standorts Slowakei:
- Niedrige Steuerbelastung und transparentes System dank einheitlichem Steuersatz von 19%
- Günstige geografische Lage im Herzen von Europa
- Mitglied der europäischen Zoll- und Währungsunion
- Leistungsbereite Arbeitskräfte zu relativ moderaten Kosten
- Gut ausgebaute Infrastruktur in der westlichen Landeshälfte
- Ausgeprägte Industriekultur mit einem dichten Netz an Zulieferern
Schwachstellen des Standorts Slowakei:
- Fachkräftemangel droht nach Ende der Krise wieder aufzuflammen
- Schlecht ausgebaute Infrastruktur in der östlichen Landeshälfte
- Langwierige Durchsetzung von Rechtsansprüchen
- Korruption, v.a. im öffentlichen Sektor
- Ineffiziente öffentliche Verwaltung



